Wolfgang Xaver Fischer
- Geboren am 25.Januar 1941 in Stettin
- Aufgewachsen in München
- Abitur 1960
- Akademie der bildenden Künste in München - Bildhauerei
- Professoren: Emilio Greco, Robert Jacobsen
Ausstellungen
1970
- Galerie „Red Steps“ Aschaffenburg
1971
- Stadttheater Aschaffenburg
1972
- Städtische Galerie Schweinfurt
1973
- Städtische Galerie Würzburg
1979
- Galerie Jesuitenkirche Aschaffenburg
1982
- Aalborg/Dänemark Klasse R. Jakobsen
1991
- Galerie Jesuitenkirche Aschaffenburg
1994
- Galerie Jesuitenkirche Aschaffenburg
1998
- Galerie CasArte Aschaffenburg
2000
- Galerie CasArte Aschaffenburg
2004
- Künstlerhaus W. Helm Aschaffenburg
2006
- Galerie Kreuzer Amorbach
2007
- Günter-Leifheit-Kulturhaus Nassau
So ein Bildobjekt erzählt etwas, manchmal schwätzt es geradezu. Es weckt Erinnerungen, schlägt Brücken zum Gedankengut, es gibt Rätsel auf, macht unruhig, weckt Zweifel. Es kann schon auch wütend machen, Aggressionen wecken, wenn es zum Beispiel gesichert scheinende Erkenntnisse und Überzeugungen anrührt.
So ein Bildobjekt verrät etwas vom Herstellungsprozess. Es zeigt, ob da ein Leitgedanke konsequent durchgezogen wurde, ob kontrollierte, homogene Fleißarbeit geleistet wurde. Es läßt Spuren erkennen vom Dialog zwischen der Grundidee und dem Material im Zeitablauf, im Wechsel der Stimmungen und der ,,kleinen Arbeitsprinzipien“ - an die großen wird selten gerührt. An meinen Bildobjekten soll auch sichtbar werden, daß ich die Gegenständlichkeit nicht ignorieren kann, nicht ignorieren mag. Ich respektiere sie, ich lerne von ihr. Sie reichert meine ,,Kopfgalerie" an, sie ist meine formale Handbibliothek und sie zwingt mich immer wieder zur Disziplin.
Die Autonomie des Bildes, sein Eigenleben und das ungesehene sind mir aber wichtiger als das, von der sichtbaren Umgebung Aufgezwungene.
Erinnerungen an meine Seherlebnisse oder auch die des Betrachters möchte und kann ich nicht ausschließen. Anregungen zu Bildideen können Gespräche sein, Gesprächsfetzen, Dinge, Dingkonstellationen, Bilder jeder Art, Ratschläge und Tipps, Konstruktionen aus Bruchteilen, die noch mit dem Ruch des ehemaligen Ganzen behaftet sind. Sie werden ohne System aufgenommen, angenommen, sortiert, zugeordnet, gelagert. Aus diesem Rohstoff wird einmal die Vorstellung von einem Bildobjekt.
Die Vorstellungen von einem Bildobjekt wird ähnlich bearbeitet und verarbeitet wie das greifbare Material, also: verformt, reduziert oder erweitert - und auch schon einmal verworfen, entsorgt. Beim Material wird es ernst. Ich respektiere seine Eigenschaften - auch die überraschenden. Ich akzeptiere gern die Assoziationen zum Material, seinen Geruch, seine ,,Erbsünden“ seinen Symbolgehalt. Es interessieren mich die Möglichkeiten der Bearbeitung und der Kombinationen mit anderen Materialien und - ich nehme auch die Geräte, die Werkzeuge, die Maschinen ernst, ich schätze sie, sie faszinieren mich. Gerade deswegen arbeite ich oft mit Lust gegen allzu plumpe Verlockungen des Materials, des technischen Geräts und gegen Anbiederungen des Perfektionistischen.